Abnahme
Weniger. Jetzt bitte noch Kontoart und Seite.
Du beweist Abnahmen über Vorher-nachher-Bestände, trennst sie von Geldabfluss und Aufwand und analysierst gemischte Kontenreaktionen vollständig.
«Minus ist Haben» wurde soeben fachlich beerdigt.Auf dieser Seite
Nach dieser Lektion kannst du …
- Abnahmen über Vorher-nachher-Bestände erkennen
- die vier Abnahmepfade aller Hauptkontoarten sicher anwenden
- Abnahme von Minus, schlecht und Geldabfluss entkoppeln
- zwei gleichzeitig sinkende Konten auf unterschiedlichen Seiten erfassen
- gemischte Zu- und Abnahmen in vollständigen Geschäftsfällen analysieren
- Anfangsbestand, Bewegung und vorläufigen Endbestand sauber trennen
Bank, Darlehen, Personalaufwand und Dienstleistungsertrag sinken je um CHF 5’000. Stehen alle vier Abnahmen im Haben?
Darlehen zurückzahlen: zweimal weniger, zwei Seiten
CHF 10’000 Darlehen werden über Bank getilgt.
- 1Bank ist Aktivkonto und nimmt ab: Haben CHF 10’000.
- 2Darlehen ist Passivkonto und nimmt ab: Soll CHF 10’000.
- 3Beide Konten sinken auf unterschiedlichen Seiten.
- 4Die Tilgung ist kein Aufwand.
Ein Kunde bezahlt eine alte Forderung von CHF 5’000. Welche Richtung und Seite gelten?
Vier Konten sinken um CHF 5’000. Wieder zweimal Soll, zweimal Haben.
Bank, Darlehen, korrigierter Personalaufwand und korrigierter Ertrag werden kleiner. «Alles Haben» wäre hübsch symmetrisch. Die Buchhaltung lehnt ab.
BANK
↓ CHF 5’000 · HabenDARLEHEN
↓ CHF 5’000 · SollPERSONALAUFWAND
↓ CHF 5’000 · HabenDIENSTLEISTUNGSERTRAG
↓ CHF 5’000 · SollAbnahme beschreibt weniger Kontowert. Erst die Kontoart entscheidet über Soll oder Haben.
BESTANDSSPUR: Vorher, nachher, Differenz.
Eine ist beweisbar: Der erfasste Wert nach dem Geschäftsfall ist tiefer als davor.
CHF 8’000 → CHF 3’000
↓ CHF 5’000CHF 20’000 → CHF 14’000
↓ CHF 6’000CHF 10’000 → CHF 9’000
↓ CHF 1’000CHF 30’000 → CHF 28’000
↓ CHF 2’000Die Vier-Konten-Matrix rückwärts gelesen.
Aktiv und Aufwand sinken rechts; Passiv und Ertrag sinken links.
Vermögen wird weniger
Aktiv ↓ → HabenBank, Forderungen, Maschinen
Finanzierung wird weniger
Passiv ↓ → SollKreditoren, Darlehen, Eigenkapital
Wertverbrauch wird korrigiert
Aufwand ↓ → HabenPersonal-, Raum-, Zinsaufwand
Verdiente Leistung wird korrigiert
Ertrag ↓ → SollDienstleistungs-, Waren-, Zinsertrag
Geld geht hinaus. Aufwand vielleicht. Oder du bezahlst einfach etwas, das längst erfasst ist.
Bankabnahme ist häufig sichtbar. Die wirtschaftliche Ursache muss trotzdem separat geklärt werden.
Bank ↓ Haben · Darlehen ↓ Soll
Vermögen und Fremdkapital sinken. Aufwand: CHF 0. Der Zins wäre ein anderer Geschäftsfall.
Bank ↓ Haben · Kreditoren ↓ Soll
Zwei Bestände sinken. Die Rechnung wurde bei ihrem Eingang bereits erfasst.
Raumaufwand ↑ Soll · Bank ↓ Haben
Hier entsteht Aufwand. Nicht weil Geld geht, sondern weil Raum in der Periode verbraucht wird.
Maschinen ↑ Soll · Bank ↓ Haben
Aktivtausch statt Sofortaufwand: eine Anlage wächst, das Bankguthaben sinkt.
Vier vollständige Geschäftsfälle. Bewegung immer kontoweise.
Zwei Konten können gemeinsam sinken oder gegensätzlich reagieren.
Darlehen CHF 10’000 zurückbezahlt
Bank · Aktiv ↓ → Haben
Darlehen · Passiv ↓ → Soll
Kreditor CHF 4’000 bezahlt
Bank · Aktiv ↓ → Haben
Kreditoren · Passiv ↓ → Soll
Kunde zahlt Forderung CHF 5’000
Bank · Aktiv ↑ → Soll
Forderungen · Aktiv ↓ → Haben
Maschine CHF 15’000 per Bank
Maschinen · Aktiv ↑ → Soll
Bank · Aktiv ↓ → Haben
BESTANDSSPUR: Was ist tatsächlich gesunken?
Acht Fälle starten bei der belegbaren Differenz und führen über die Kontoart zur richtigen Seite.
Konto für Konto. Kein Raten nach Bauchgefühl.
Vorher, nachher, Differenz. Danach Kontoart und Seite – Buchhaltung mit Beweiskette statt Intuition.
Sechs Abnahmemythen. Tatmotiv: Abkürzungssehnsucht.
Weniger kann links, rechts, sinnvoll, unerfreulich, zahlungswirksam oder völlig zahlungslos sein.
Abnahme = Haben
Nur bei Aktiv und Aufwand. Passiv und Ertrag sinken im Soll.
Abnahme = schlecht
Weniger Schulden kann ziemlich vernünftig sein.
Geldabfluss = Aufwand
Tilgung, Kreditorenzahlung und Maschinenkauf beweisen das Gegenteil.
Forderungszahlung = neuer Ertrag
Bank steigt, Forderungen sinken. Der Ertrag entstand früher.
Tilgung = Aufwand
Fremdkapital sinkt; nur ein allfälliger Zins wäre Aufwand.
Zwei Abnahmen = gleiche Seite
Bank und Kreditoren sinken gemeinsam: Haben und Soll.
Die vier Fragen bleiben. Gute Logik braucht keine neue Garderobe.
Jedes betroffene Konto wird separat analysiert – auch wenn beide im selben Geschäftsfall vorkommen.
Welches Konto?
Alle betroffenen Konten einzeln nennen.
Welche Kontoart?
Aktiv, Passiv, Aufwand oder Ertrag.
Zu- oder Abnahme?
Vorher und nachher vergleichen.
Soll oder Haben?
Matrix anwenden. Erst jetzt.
Acht Abnahmen. Die vollständige Gegenmatrix.
Jede Position enthält Richtung, Kontoart, Seite und Betrag.
Bank
Haben · CHF 5’000Forderungen
Haben · CHF 3’000Darlehen
Soll · CHF 10’000Kreditoren
Soll · CHF 2’500Personalaufwand
Haben · CHF 500Raumaufwand
Haben · CHF 300Dienstleistungsertrag
Soll · CHF 1’000Zinsertrag
Soll · CHF 200KONTENREAKTION: Zu- und Abnahme im selben Geschäftsfall.
Sechs Abschlussfälle verbinden beide Lektionen. Für jedes Konto brauchst du Kontoart, Richtung und Seite – vollständig oder gar nicht.
Sechs Geschäftsfälle. Je zwei Konten vollständig zerlegen.
Kunde zahlt Forderung CHF 5’000
Wähle die vollständige Kontenreaktion.
Darlehen CHF 20’000 auf Bank
Wähle die vollständige Kontenreaktion.
Kreditor CHF 4’000 bezahlt
Wähle die vollständige Kontenreaktion.
Dienstleistung CHF 8’000 auf Rechnung
Wähle die vollständige Kontenreaktion.
Miete CHF 2’000 per Bank
Wähle die vollständige Kontenreaktion.
Maschine CHF 15’000 per Bank
Wähle die vollständige Kontenreaktion.
30 Fragen. Weniger bleibt vollständig überprüfbar.
Drei gemischte Runden prüfen Bestandsspur, Matrix, Geldfluss, doppelte Abnahmen, Forensik und Kontenreaktion.
Quiz wird vorbereitet …
Die drei Runden und dein lokaler Fortschritt werden geladen.
Abnahme in einer Minute.
Weniger beweisen, Kontoart bestimmen, Seite ableiten.