Abschlussbuchungen
Die Konten schliessen. Den Zusammenhang offenlegen.
Führe den Buchungskreislauf von Alpenblick Service zu Ende: Erfolgskonten zusammenführen, Gewinn ins Eigenkapital übertragen und Bestände für die Schlussbilanz sichern.
Ein geschlossenes Bankkonto im Lernschema heisst nicht, dass das Geld über Silvester verschwunden ist.- 01Gewinn1’500 Ertrag − 420 Aufwand1’080
- 02Eigenkapital8’000 Anfang + 1’080 Gewinn9’080
- 03SchlussbilanzAktiven = Fremd- und Eigenkapital11’880
Alle Beträge in CHF. Vereinfachte Einzelfirma ohne Privatvorgänge und ohne zusätzliche Abschlusskorrekturen.
Auf dieser Seite
Nach dieser Lektion kannst du …
- vorbereitende Abschlussarbeiten vom formalen Kontenabschluss unterscheiden
- Aufwand und Ertrag über das ER-Konto abschliessen
- Gewinn und Verlust in der vereinfachten Einzelfirma richtig übertragen
- Aktiv- und Passivsalden in das SBK übertragen
- Schlussbilanz und nächstjährige Eröffnung verbinden
- Nullsaldo nach Abschluss von verschwundenem Vermögen unterscheiden
Das Bankkonto ist nach der formalen Abschlussbuchung ausgeglichen. Ist deshalb das echte Bankguthaben weg?
CHF 1’080 Gewinn weiterführen
Alpenblick Service, eine vereinfachte Einzelfirma ohne Privatbewegungen, hat CHF 1’500 Ertrag und CHF 420 Aufwand. Weitere notwendige Abschlusskorrekturen werden im Lernfall nicht unterstellt.
- 1Aufwand abschliessen: ER an Raumaufwand CHF 300 und ER an Büromaterialaufwand CHF 120.
- 2Ertrag abschliessen: Dienstleistungserlöse an ER CHF 1’500.
- 3Gewinn bestimmen: CHF 1’500 minus CHF 420 = CHF 1’080.
- 4Im vereinfachten Modell: ER an Eigenkapital CHF 1’080. Eigenkapital steigt von CHF 8’000 auf CHF 9’080.
- 5Danach Bestandskonten ins SBK übertragen. Die Schlussbilanz beträgt auf jeder Seite CHF 11’880.
Ein separates Beispiel ergibt CHF 900 Ertrag und CHF 1’200 Aufwand. Wie überträgst du das Ergebnis im vereinfachten Einzelfirmenmodell?
Eine Periode endet. Ihre Werte verschwinden nicht.
Am Abschluss werden aus den geführten Konten ein erklärbarer Periodenerfolg und nachvollziehbare Schlussbestände.
Während des Jahres hast du Geschäftsfälle erfasst. Jetzt möchtest du zwei Fragen beantworten: Was hat die Firma in dieser Periode verdient oder verbraucht? Und: Welche Vermögenswerte und Kapitalbestände sind am Stichtag vorhanden? Abschlussbuchungen verbinden die Konten mit diesen Auswertungen.
Sind die Zahlen abschlussbereit?
Belege auf Vollständigkeit prüfen, Bank und Kasse abstimmen, offene Posten klären sowie erforderliche Abgrenzungen und Bewertungen berücksichtigen. Beispielsweise kann eine Abschreibung den Aufwand und einen Buchwert verändern.
Wohin gehören die fertigen Salden?
Aufwand und Ertrag in der Erfolgsrechnung zusammenführen, das Ergebnis berücksichtigen und Bestandskonten zur Schlussbilanz überleiten. Diese Überträge erfinden keine zweite Zahlung und keinen zweiten Umsatz.
- 01 · PRÜFENVorbereitenVollständige, abgestimmte und richtig bewertete Konten.
- 02 · ZUSAMMENFÜHRENErfolg ermittelnAufwand und Ertrag der Periode gegenüberstellen.
- 03 · VERBINDENErgebnis übertragenGewinn oder Verlust im Eigenkapitalbereich berücksichtigen.
- 04 · ÜBERLEITENBestände schliessenSchlussbilanz als Ausgangspunkt der nächsten Periode.
Wir verwenden ER für ein didaktisches Erfolgsrechnungs-Hilfskonto, SBK für Schlussbilanzkonto und später EBK für Eröffnungsbilanzkonto. So werden die Gegenbuchungen sichtbar. Das sind hier keine zusätzlichen Geldbestände und keine vorgeschriebenen Standard-Kontonummern. Buchhaltungssoftware kann den technischen Abschluss anders und teilweise automatisch abbilden.
Alpenblick Service: bereit zum Abschluss
Dieselbe Firma, dieselben acht laufenden Bewegungen – jetzt führen wir den Buchungskreislauf zu Ende.
Alpenblick Service ist unsere fiktive, vereinfachte Einzelfirma. Alle Beträge sind CHF, ohne MWST. Es gibt keine privaten Einlagen oder Entnahmen. Zusätzliche Abgrenzungen, Abschreibungen und andere Abschlusskorrekturen sind bewusst nicht Teil dieses Musterfalls; die unten stehenden Salden gelten für die Schliessübung als bereit. In einer echten Buchhaltung dürfte man diesen Schritt nicht einfach überspringen.
Anfangsbestände und acht laufende Buchungen nachlesen
Zu Beginn: Bankguthaben CHF 5’000, Kasse CHF 200, Forderungen CHF 1’000 und Mobiliar CHF 3’000 ergeben CHF 9’200 Aktiven. Gegenüber stehen CHF 1’200 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und CHF 8’000 Eigenkapital. Das Darlehen kommt erst im laufenden Jahr hinzu.
| Nr. / Vorgang | Soll | Haben | CHF |
|---|---|---|---|
| 1 · Alte Kundenrechnung bezahlt | Bankguthaben | Forderungen aus L&L | 600 |
| 2 · Alte Lieferantenschuld bezahlt | Verbindlichkeiten aus L&L | Bankguthaben | 400 |
| 3 · Neue Beratungsleistung auf Rechnung | Forderungen aus L&L | Dienstleistungserlöse | 1’500 |
| 4 · Laufende Miete direkt bezahlt | Raumaufwand | Bankguthaben | 300 |
| 5 · Barbezug für die Geschäftskasse | Kasse | Bankguthaben | 500 |
| 6 · Büromaterial gekauft und verbraucht, bar | Büromaterialaufwand | Kasse | 120 |
| 7 · Darlehen auf Bank eingegangen | Bankguthaben | Darlehen | 2’000 |
| 8 · Teilzahlung auf neue Beratungsrechnung | Bankguthaben | Forderungen aus L&L | 900 |
Die alte und die neue Kundenzahlung sind kein zweiter Ertrag. Darlehensaufnahme und Barbezug sind ebenfalls erfolgsneutral. Nur die neue Beratungsleistung, Miete und der Büromaterialverbrauch bestimmen hier den Periodenerfolg.
| Konto | Sollüberschuss | Habenüberschuss | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| Bankguthaben | 7’300 | – | Aktivbestand |
| Kasse | 580 | – | Aktivbestand |
| Forderungen aus L&L | 1’000 | – | Aktivbestand |
| Mobiliar | 3’000 | – | Aktivbestand |
| Raumaufwand | 300 | – | Periodenaufwand |
| Büromaterialaufwand | 120 | – | Periodenaufwand |
| Verbindlichkeiten aus L&L | – | 800 | Fremdkapital |
| Darlehen | – | 2’000 | Fremdkapital |
| Eigenkapital vor Ergebnisübertrag | – | 8’000 | Gewinn noch getrennt |
| Dienstleistungserlöse | – | 1’500 | Periodenertrag |
| Kontrolltotal | 12’300 | 12’300 | Gleiche Seitensummen |
Die Aktivbestände betragen CHF 11’880. Das bisherige Fremd- und Eigenkapital ergibt CHF 10’800. Die Differenz von CHF 1’080 steckt noch in den getrennten Erfolgsgrössen: CHF 1’500 Ertrag minus CHF 420 Aufwand. Es fehlt kein frei zu erfindender Geldbetrag; der Ergebnisübertrag verbindet die beiden Betrachtungen.
Abschluss Schritt für Schritt
Ausgangspunkt sind die Konten nach allen acht Geschäftsfällen. Im vereinfachten Fall sind keine weiteren Abgrenzungen oder Wertkorrekturen nötig; in der Praxis müssen sie vorher geprüft werden.
Die Bewegungen sind erfasst. Jetzt werden die Konten abgeschlossen.
Gehe einzeln vorwärts. Mit «Zurück» kannst du die letzte Veränderung wieder untersuchen. Diese Lernansicht verändert deinen gespeicherten Fortschritt nicht.
Kontensalden nach Schritt 0
- Bankguthaben
- 7'300Sollsaldo
- Kasse
- 580Sollsaldo
- Forderungen aus L&L
- 1'000Sollsaldo
- Mobiliar
- 3'000Sollsaldo
- Verbindlichkeiten aus L&L
- 800Habensaldo
- Darlehensverbindlichkeiten
- 2'000Habensaldo
- Eigenkapital
- 8'000Habensaldo
- Dienstleistungserlöse
- 1'500Habensaldo
- Raumaufwand
- 300Sollsaldo
- Büromaterialaufwand
- 120Sollsaldo
- Erfolgsrechnungskonto (ER)
- 0ausgeglichen / noch ohne Saldo
- Schlussbilanzkonto (SBK)
- 0ausgeglichen / noch ohne Saldo
Aufwand und Ertrag bekommen ein gemeinsames Ziel
Ein Konto wird durch den Saldoeintrag auf seiner schwächeren Seite ausgeglichen. Die Gegenbuchung zeigt, wohin sein Inhalt übertragen wird.
ER an Aufwandskonto
Unsere Aufwandskonten haben Sollüberschüsse. Ein Eintrag im Haben gleicht sie aus. Der Gegenposten steht im Soll der ER.
Ertragskonto an ER
Das Ertragskonto hat einen Habenüberschuss. Der Ausgleich steht im Soll des Ertragskontos; die ER übernimmt den Betrag im Haben.
Die bereits erfassten Erfolgsgrössen schliessen
ErfolgsrechnunganRaumaufwandCHF 300
ErfolgsrechnunganBüromaterialaufwandCHF 120
DienstleistungserlöseanErfolgsrechnungCHF 1’500
Damit stehen CHF 420 auf der Sollseite und CHF 1’500 auf der Habenseite des ER-Hilfskontos. Die drei Einzelkonten sind ausgeglichen; ihre Information bleibt in der Erfolgsrechnung erhalten.
Die Gegenkonten sind jetzt nicht Bank oder Kasse. Miete und Büromaterial wurden bereits bezahlt, die Beratungsleistung bereits erfasst. «ER an Raumaufwand» ist deshalb keine zweite Mietzahlung und «Dienstleistungserlöse an ER» kein weiterer Verkauf.
Schliessen bedeutet: den ermittelten Inhalt übertragen. Nicht: denselben Geschäftsfall nochmals buchen.
Die Regeln oben beziehen sich auf die hier gezeigten normalen Sollüberschüsse der Aufwandskonten und Habenüberschüsse der Ertragskonten. Bei einem ungewöhnlichen Gegensaldo prüfst du dessen Ursache und leitest die Ausgleichsseite aus dem tatsächlichen Saldo ab.
Der Gewinn verbindet Erfolg und Eigenkapital
Der Erfolg entsteht aus den Geschäftsfällen. Die Abschlussbuchung macht seine Zuordnung sichtbar.
Die ER hat einen Habenüberschuss von CHF 1’080. Der Ausgleich gehört ins Soll. In unserem vereinfachten Einzelfirma-Modell wird der Gewinn unmittelbar dem zusammengefassten Eigenkapitalkonto gutgeschrieben:
ErfolgsrechnunganEigenkapitalCHF 1’080
Soll
- Raumaufwand300
- Büromaterialaufwand120
- Gewinn → Eigenkapital1’080
Total1’500
Haben
- Dienstleistungserlöse1’500
Total1’500
Die markierte Gewinnzeile ist der Ausgleich durch den Ergebnisübertrag. Sie ist kein zusätzlicher Aufwand der Firma. Der Periodengewinn bleibt CHF 1’080.
Eigenkapital nimmt im Haben zu: CHF 8’000 + CHF 1’080 = CHF 9’080. Das Bankguthaben bleibt CHF 7’300. Ein Gewinn ist weder mit dem Bankbestand gleichzusetzen noch automatisch eine Auszahlung an den Inhaber.
Und wenn der Aufwand grösser ist?
Eine andere vereinfachte Einzelfirma hat CHF 900 Ertrag und CHF 1’200 Aufwand. Ihr Verlust beträgt CHF 300. Die ER hat einen Sollüberschuss; der Ausgleich steht im Haben. Eigenkapital vermindert sich im Soll.
EigenkapitalanErfolgsrechnungCHF 300
Diese CHF 300 verändern keine Zahl des Alpenblick-Musterfalls. Die Gegenrichtung zeigt nur das Prinzip: Gewinn stärkt, Verlust mindert das Eigenkapital.
Bestände schliessen – Werte weitergeben
Aktiv- und Passivkonten führen ihre Endbestände zur Schlussbilanz. Eigenkapital enthält jetzt bereits den Gewinn.
SBK an Aktivkonto
Der Haben-Eintrag schliesst das Aktivkonto. Im Soll des SBK erscheint der wirtschaftlich vorhandene Vermögenswert.
Passivkonto an SBK
Der Soll-Eintrag schliesst das Passivkonto. Im Haben des SBK erscheint der Fremd- oder Eigenkapitalbestand.
| Soll | Haben | Betrag |
|---|---|---|
| Schlussbilanzkonto | Kasse | 580 |
| Schlussbilanzkonto | Bankguthaben | 7’300 |
| Schlussbilanzkonto | Forderungen aus L&L | 1’000 |
| Schlussbilanzkonto | Mobiliar | 3’000 |
| Verbindlichkeiten aus L&L | Schlussbilanzkonto | 800 |
| Darlehen | Schlussbilanzkonto | 2’000 |
| Eigenkapital | Schlussbilanzkonto | 9’080 |
Die vier Aktivüberträge ergeben im SBK CHF 11’880 Soll. Die drei Passivüberträge ergeben CHF 11’880 Haben. Beim Eigenkapital verwenden wir CHF 9’080, nicht mehr CHF 8’000. Den Gewinn nochmals daneben zu addieren, würde ihn doppelt zählen.
Aktiven
- Kasse
- 580
- Bankguthaben
- 7’300
- Forderungen aus L&L
- 1’000
- Mobiliar
- 3’000
Total Aktiven11’880
Passiven
- Verbindlichkeiten aus L&L
- 800
- Darlehen
- 2’000
- Eigenkapital inkl. Gewinn
- 9’080
Total Passiven11’880
Das SBK macht die Buchungstechnik sichtbar; die Schlussbilanz stellt die Bestände geordnet dar. Beide sind keine zusätzlichen wirtschaftlichen Vermögenswerte neben den Konten. Eine reale Bilanz kann die Eigenkapitalpositionen feiner gliedern als diese bewusst zusammengefasste Lernübersicht.
Neues Jahr. Bestehende Werte. Neue Erfolgsmessung.
Was bestehen bleibt, wird übernommen. Was eine Periode gemessen hat, beginnt neu.
Die Schlussbilanz liefert den Anfang.
Bank CHF 7’300, Kasse CHF 580, Forderungen CHF 1’000 und die anderen Schlussbestände bleiben wirtschaftlich vorhanden. Sie bilden die Ausgangswerte der nächsten Periode.
Kein Vorjahresumsatz als Anfangsbestand.
Aufwand und Ertrag der neuen Periode werden neu gesammelt. Die CHF 1’500 alten Erlöse und CHF 420 alten Aufwände werden nicht als Anfangsbestände dieser Erfolgskonten fortgeführt.
Im bereits bekannten EBK-Unterrichtsmodell lauten zwei Eröffnungsbuchungen:
BankguthabenanEröffnungsbilanzkontoCHF 7’300
EröffnungsbilanzkontoanEigenkapitalCHF 9’080
Es entstehen dadurch weder neue Beratungsumsätze noch eine neue Kapitaleinlage. Die Schlussbestände werden als Anfangsbestände auf die Konten der Folgeperiode übernommen.
Ein technisch geschlossenes Bankkonto bedeutet nicht: Die Bank hat kein Geld mehr. Es bedeutet: Der Endbestand ist übertragen.
Das alte Konto kann durch die Schliessbuchung gleiche Seitensummen zeigen, während seine wirtschaftliche Grösse in der Schlussbilanz und anschliessend im neuen Konto weiterbesteht. Auch die historischen Buchungen werden nicht gelöscht. Die Software organisiert Periodenabschluss und Saldovortrag; automatisch erzeugte Überträge werden kontrolliert und nicht zusätzlich ungeprüft manuell erfasst.
- Altes BankkontoEnde der bisherigen Periode
- Sollsaldo vor dem Schliessen
- CHF 7’300
- Ausgleich im Haben
- CHF 7’300
- Gegenkonto
- Schlussbilanzkonto
SBK an Bankguthaben schliesst die alte Kontodarstellung.
Schritt 1 - SchlussbilanzBestand am Stichtag
- Aktiven · Bankguthaben
- CHF 7’300
- Auszahlung durch den Abschluss
- CHF 0
Im SBK steht der Bankbestand im Soll. Wirtschaftlich ist das Geld weiterhin vorhanden.
Schritt 2 - Neues BankkontoAnfang der Folgeperiode
- Anfangsbestand im Soll
- CHF 7’300
- Gegenkonto der Eröffnung
- EBK
Bankguthaben an EBK übernimmt denselben Bestand.
Schritt 3
Der formale Ausgleich des alten Kontos ist keine Auszahlung. Auch die Eröffnung erzeugt keinen neuen Geldzufluss.
Dieselben CHF 7’300 in aufeinanderfolgenden Darstellungen: nicht addieren. EBK und SBK dienen hier als didaktische Hilfskonten.
Erst herleiten. Dann aufdecken.
Vier kurze Fälle prüfen die Stellen, an denen ein Abschluss leicht richtig aussieht und trotzdem falsch verstanden wird.
Fall A · «Die Bank ist jetzt null.»
Nach SBK an Bankguthaben CHF 7’300 sind die beiden Seiten des alten Bankkontos gleich gross. Eine Kollegin meint, die Firma habe ihr Geld verloren. Was antwortest du?
Hinweis
Unterscheide einen echten Geldabgang von einem Saldoübertrag. Welche Konten berührt die Schliessbuchung?
Lösung und Begründung
Es gab keine Auszahlung. Der Bankbestand von CHF 7’300 ist im Soll des SBK beziehungsweise in der Schlussbilanz sichtbar. Die Buchung schliesst nur die Kontodarstellung der alten Periode. Im Folgejahr beginnt Bankguthaben mit CHF 7’300 im Soll.
Fall B · «Nochmals CHF 300 Miete.»
Beim Abschluss schlägt jemand Raumaufwand an Bankguthaben CHF 300 vor. Die laufende Miete wurde schon während des Jahres richtig gebucht und bezahlt.
Hinweis
Das Aufwandskonto hat einen Sollüberschuss. Auf welcher Seite musst du es ausgleichen, und welches Hilfskonto sammelt Aufwand?
Lösung und Begründung
Richtig ist ER an Raumaufwand CHF 300. Der Vorschlag würde nochmals Mietaufwand erfassen und die Bank nochmals vermindern. Eine Schliessbuchung ist kein zweiter laufender Geschäftsfall.
Fall C · «CHF 1’080 fehlen auf der Passivseite.»
Die Aktivbestände ergeben CHF 11’880. Im SBK wurden aber nur VLL CHF 800, Darlehen CHF 2’000 und Eigenkapital CHF 8’000 berücksichtigt. Wie gehst du vor?
Hinweis
Ist der Gewinn bereits auf dem Eigenkapitalkonto angekommen? Vergleiche die Reihenfolge der Überträge.
Lösung und Begründung
Die gezeigten Passiven ergeben nur CHF 10’800. Prüfe den noch fehlenden Ergebnisübertrag von CHF 1’080 und den korrekten Schlussbestand des Eigenkapitals. Nach ordentlichem Gewinnübertrag wird Eigenkapital mit CHF 9’080 geschlossen. Nicht irgendein Aktivkonto erfinden oder den Betrag blind nochmals buchen: Ausgangslage und bereits erfasste Schritte klären.
Fall D · Ein eigener Verlustübertrag
Separater Fall ohne Verbindung zu Alpenblick: Ertrag CHF 900, Aufwand CHF 1’200, dieselbe vereinfachte Einzelfirma-Logik. Berechne das Ergebnis und formuliere den Übertrag.
Hinweis
Die ER hat mehr Soll als Haben. Ein Verlust vermindert das Eigenkapital.
Lösung und Begründung
CHF 900 − CHF 1’200 = −CHF 300, also CHF 300 Verlust. Eigenkapital an ER CHF 300: Eigenkapital nimmt im Soll ab; die ER wird im Haben ausgeglichen.
ABSCHLUSS // WERKSTATT
Acht Stationen vom vorbereiteten Kontenstand bis zur neuen Periode. Begründe die Seite, statt nur einen Merksatz anzuklicken.
ABSCHLUSS // WERKSTATT
Schliesse Erfolgskonten und Bestandskonten, übertrage das Ergebnis und bewahre den Zusammenhang mit dem Folgejahr.

- 01Fall lesen
- 02Entscheiden
- 03Herleitung prüfen
8 Fälle · ein Punkt pro richtiger Entscheidung · ohne Zeitdruck
Nach einem Neuladen beginnt eine neue Runde. Abgeschlossene Ergebnisse bleiben im Lernstand gespeichert.30 Fragen: den Abschluss wirklich verbinden
Prüfe Schliessrichtungen, Kontrollzahlen, Gewinn und Verlust sowie den Unterschied zwischen Kontoausgleich und wirtschaftlichem Bestand.
Quiz wird vorbereitet …
Die drei Runden und dein lokaler Fortschritt werden geladen.
Abschlussbuchungen in einer Minute
Eine saubere Periode endet nicht mit Löschen, sondern mit nachvollziehbaren Überträgen.
- Erst Vollständigkeit, Abstimmung und notwendige Korrekturen prüfen.
- Aufwand im normalen Sollsaldo: ER an Aufwandskonto. Ertrag im normalen Habensaldo: Ertragskonto an ER.
- Im vereinfachten Einzelfirma-Modell: Gewinn mit ER an Eigenkapital, Verlust umgekehrt.
- Aktivbestände: SBK an Aktivkonto. Passivbestände: Passivkonto an SBK.
- Alpenblick endet mit CHF 1’080 Gewinn, CHF 9’080 Eigenkapital und CHF 11’880 Bilanzsumme.
- Bestände gehen ins Folgejahr. Aufwand und Ertrag beginnen ohne Anfangsbestände neu.
- Ein geschlossenes Konto löscht weder Vermögen noch Schulden noch die historische Prüfspur.