Rechtsgrundlagen
Verfassung, Gesetz, Verordnung und Wegleitung: Finde die richtige Regel, bevor du einen Steuerfall berechnest.
- BV
- Darf diese Ebene die Steuer erheben?
- Gesetz und Verordnung
- Welche Voraussetzungen und Berechnungsregeln gelten?
- Wegleitung
- Wie werden die Regeln angewendet und erklärt?
Eine Anwendungshilfe ersetzt keine gesetzliche Grundlage.
In dieser Lektion
Nach dieser Lektion kannst du …
- Die Aufgaben der Rechtsquellen erklären.
- DBG und StHG unterscheiden.
- Auslandfälle und alte Unterlagen richtig einordnen.
Eine überzeugende Überschrift reicht noch nicht
Nora erhält ein Formular mit einer zusätzlichen Steuerzeile. Darf das Amt einfach einen neuen Betrag erfinden? Nein. Rechtliche Grundlagen sind die verbindlichen Regeln, auf welche eine Steuer gestützt wird. Ein Formular sammelt Angaben. Es erschafft nicht selbst die Steuer. Auch in fetter Schrift nicht.
- Bundesverfassung, kurz BV: Sie legt fest, wer welche Befugnisse hat, und setzt Grenzen.
- Gesetz: Es regelt insbesondere, wer steuerpflichtig ist, was erfasst wird und wie die Steuer bemessen wird.
- Verordnung: Sie führt gesetzliche Regeln näher aus.
- Verwaltungswegleitung: Sie erklärt die Anwendung. Sie steht nicht über dem Gesetz.
DBG ist nicht dasselbe wie StHG
DBG ist die Abkürzung für das Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer. Geht es um die Einkommensteuer des Bundes, ist dieses Gesetz zentral. Für kantonale Steuern brauchst du das jeweilige kantonale Recht im Rahmen des Steuerharmonisierungsgesetzes, kurz StHG.
Steuerart, Jahr, Rechtsquelle – in dieser Reihenfolge
Bei einem Fall über die Landesgrenze können mehrere Staaten beteiligt sein. Ein Doppelbesteuerungsabkommen, kurz DBA, ist ein Vertrag zwischen Staaten, der unter anderem ihre Besteuerungsrechte abgrenzt.
Prüfe zuerst: Gibt das Schweizer Recht der Schweiz überhaupt einen Steueranspruch? Prüfe danach: Beschränkt das anwendbare DBA diesen Anspruch oder teilt es das Besteuerungsrecht anders zu? Der Vertrag ist kein zusätzlicher Steuertarif.
Eine brauchbare Quellenprüfung
- 1
Steuerart und zuständige Ebene benennen.
- 2
Das Steuerjahr des Falls festhalten.
- 3
Gesetz und nötige Verordnung in der anwendbaren Fassung lesen.
- 4
Bei Auslandsbezug das einschlägige Abkommen prüfen; Verwaltungspraxis zur Auslegung ergänzen.
Zusammenfassung
- BV verteilt Befugnisse; Gesetze regeln die Grundzüge; Verordnungen führen aus.
- DBG betrifft die direkte Bundessteuer, StHG die Harmonisierung kantonaler direkter Steuern.
- Steuerart und Steuerjahr bestimmen, welche Fassung benötigt wird.
Übungen
Antworte zuerst selbst. Hinweise und vollständige Lösungen öffnest du bewusst.
Die Quellen haben verschiedene Aufgaben
Ordne ihre Hauptfunktion im Lernmodell zu.
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Das falsche Regelbuch
Du sollst den kantonalen Tarif einer Person ermitteln. Genügt der Bundessteuertarif im DBG?
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Ein Fall mit zwei Staaten
Was beschreibt die Rolle eines DBA zutreffend?
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Die alte Folie
Eine Folie von 2025 und eine anwendbare amtliche Tabelle für 2026 zeigen unterschiedliche Abzüge. Dein Fall betrifft 2026. Wie gehst du vor?
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Dein Lernstand
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Offene Begründungen beurteilst du mit der Musterlösung selbst. Diese Übungen sind kein Abschlusstest; Lesen allein ist kein Kompetenznachweis.
Hinweise und Quellen
Eigenständige Vertiefung im normalen Lernbereich. Den zusammenhängenden Unterrichtsblock findest du im Fachausweisbereich. Rechtsstand und Annahmen stehen bei den Quellen und Fällen. Lernmaterial zu Schweizer Recht, keine individuelle Rechts- oder Steuerberatung.
Bundesverfassung · insbesondere Art. 3, 50 und 127–129; gezielt geprüft am 20. Oktober 2026 · Stand 03.03.2024
Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG) · einschlägige Artikel im Text; gezielt geprüft am 20. Oktober 2026 · Stand 02.09.2026
Eigene vereinfachte Übungsfälle zum Steuerjahr 2026. Lernmaterial zu Schweizer Recht, keine individuelle Steuerberatung.